Zeit fĂŒr was Neues :-) 2 Kameras – 1 Meinungsverschiedenheit

Der Jens und ich probieren mal was neues:

Brieffreundschaft per YouTube.

In der ersten Folge aus gegebenem Anlass die Frage:
Jens, warum willst Du eigentlich nicht ĂŒber Politik sprechen?
(und machst es dann doch?)

Diskussionsbot fĂŒr Impfluencer und andere Verschwörungsthemen

Mit verbohrten Menschen zu sprechen ist vor allem eins:

Anstrengend.

Ganz besonders, wenn man das GefĂŒhl hat. dass das GesprĂ€ch zu nichts fĂŒhrt.

Bewusst geworden ist mir das bei der LektĂŒre des Artikels „Sklave des Teufels“: Vom Versuch, mit Impfgegnern zu diskutieren in der SZ.

Was ich mir da wĂŒnschen wĂŒrde wĂ€re, den Spieß der Trollmethoden von Rechtspopulisten umzudrehen und smart zurĂŒckzudiskutieren.

Es muss doch herausfindbar sein:

  • Welche Argumente Schwurbler:innen am schnellsten ins Zweifeln bringen
  • Welche Informationen am besten ĂŒberzeugen
  • Welche Personen lassen sich wie zum Nachdenken bewegen?

Und damit man das nicht selbst zermĂŒrbend rausfinden muss:

Könnten wir die Eingangsdiskussionen doch einfach mal an Bots ĂŒbergeben.

Die in Facebook Messenger, Kommentaren, WhatsApp und so weiter die Diskussion erstmal fĂŒrhren und direkt auswerten, was (bei wem) gut funktioniert.

Ab dem Moment, wo jemand zugĂ€nglich wird, kann Mensch ja wieder ĂŒbernehmen.

FĂ€nd ich jetzt mal immens nĂŒtzlich.

Und Zeit und Nerven sparend.

Wo BĂŒrokratie hinfĂŒhrt… BundeswehrfunkgerĂ€te fĂŒr 20.000€ statt ein paar Hundert

Könnnte ich so dolle mit dem Kopf schĂŒtteln, wie es diese Geschichte im Blog Augen geradeaus, das ĂŒber die Bundeswehr berichtet eigentlich verlangt, wĂŒrde er abreißen.

tl;dr

Die Bundeswehr lÀsst FungerÀte aus den 80ern nachbauen, weil die alten so langsam kaputt gehen und die neuen, digitalen noch nicht einsatzbereit sind. Das Ding ist:

Ein FungerĂ€t kostet nun rund 20.000 Euro macht bei 30.000 StĂŒck Gesamtkosten von 600 Millionen.

Da mein Kopf noch dran ist, möchte ich ihn auf den Tisch hauen. DOLL.

Das tut SO WEEEEEH. Das MUSS doch anders gehen.

Lauf, Tochter! LAUF!

Wieviele Leute an uns vorbei gingen und entweder gesagt haben:
„oooooh #Drachen steigen lassen wĂŒrde ich ja auch gerne mal wieder“
Ich:
„13,99 bei amazon. Is Montag da.“

Oder
„Ist aber wenig Wind fĂŒr nen Drachen“
Ich: „wieso? Die kann doch schnell laufen.“

Das Kind hatte jedenfalls Spassinnebacken – das ist die Hauptsache und der Herbst kommt ja erst noch.

Pi, Unendlichkeit und ein Lehrer, wie man sich sie nur wĂŒnschen kann

Eine Filmszene – bzw Serienszene, die mir heute Nacht um 3 Uhr wieder einfiel.

Eine von vielen einlrÀgsamen Szenen, die mich begleiten, seit ich sie das erste Mal sah.

Gewohnheiten an Umgebung anpassen oder umgekehrt?

Wenn ich mich in ein neues Auto setze, versuche ich erst gar nicht, das Auto an meine Vorlieben oder Gewohnheiten anzupassen. Sondern ich warte einfach zwei Wochen, dann habe ich mich an die neue Umgebung angepasst.

Nun kann das damit zusammen hĂ€ngen, dass ich als Autoblogger in hunderten von Autos saß.

Oder daran, dass ich recht opportunistisch bzw. flexibel bin.

In einem GesprĂ€ch kamen wir heute darauf, dass andere Ihr neues Auto mit LenkradbezĂŒgen, SchaltknĂŒppeln und eingekletteten iPads erstmal an Ihre alten Gewohnheiten anpassen.

Richtig oder falsch gibt es da natĂŒrlich nicht. Und so gerne, wie ich an manchen Gewohnheiten festhalte, so erstrebenswert finde ich es, regelmĂ€ĂŸig meine Routinen zu hinterfragen und neu aufzubauen.

Du brauchst nicht fĂŒr alles eine Content Strategie

Jau ich weiß, klingt jetzt ein bisschen wie „Oppa erzĂ€hlt vom Krieg, als wir noch mit Holzshcuhen ins Internet gegangen sind und danach ncoh 10 Stunden auf dem Feld mitgeholfen haben“.

Das schlimme ist ja:

Ich selber ertappe mich auch immer wieder dabei. Deswegen gebe ich jetzt dem Impuls einfach mal nach, es direkt aufzuschreiben.

Zerdenk nicht immer alles!

Können wir bitte mal wieder dahin zurĂŒck kommen, dass es OK ist, etwas ins Internet zu schreiben, weil es uns gerade durch den Kopf geht?

Weil wir Feedback und Meinungen dazu zurĂŒck bekommen möchten?

Weil wir den Gedanken einfach nur fĂŒr unser zukĂŒnftiges Ich festhalten möchten? „Hey zukĂŒnftiger Alex: Diesen Gedanken hattest Du schonmal! Wie hat er sich seitdem fĂŒr Dich weiter entwickelt?“

Das ist ein Grund, warum ich das Konzept Blog mittlerweile fĂŒr mich in Digitalen Garten umgeframed habe.

Einer meiner Nachbarn ist KĂŒnstler. Und ab und an stellt er einfach etwas in seinen Garten und wartet die Reaktionen ab. Manchmal ist es ein random Gegenstand, manchmal eines seiner in mĂŒhevolelr Kleinarbeit aus Styropor geschnitzten Kunstwerke wie ein 1,20 hoher Turm, der schwer an eine Kulisse aus Game of Thrones oder Herr der Ringe erinnert, aber dann ganz unten ein kleines Arbeitsamt-Schild trĂ€gt. Und diesen Modus Operandi habe ich lange genug beneidet 🙂

Ich stelle eben Pixeltext gewordene Gedanken in meienn Digitalen Garten

Viel zu viele machen sich viel zu vielere Gedanken darĂŒber, ob jener Beitrag gerade in die Content Strategie passt oder auf die Personal Brand einzahlt. Das kann ja sogar kontraproduktiv sein.
Immer nur den Kram zu posten, der in das Korsett einer persönlichen Marke oder einen Content Plan passt, schrÀnkt total ein. Mich jedenfalls.
Dazu sind meine Interessen und mein Alltag zu abwechselungsreich.
Hat aber auch fast 47 Jahre gedaudert, bis ich das akzeptiert habe.

FĂŒr mich ist die Rechnung ganz einfach:
Wenn irgendwann irgendwer irgendwas mit diesem Text hier anfangen kann. Nur eine Person. Dann ist das schon viel wert. Und es kann sogar sein, dass diese Person ich selber bin.

Und warum schreibst Du es Dir dann nicht privat auf?
Danke JĂŒrgen.
Super Frage.
Ganz einfach:
Weil ich mir Möglichkeiten offen halten will, jemand passenden, den der Gedanke gerade ebenso beschÀftigt, anzuziehen.

FĂŒr alle anderen gilt: BITTE WEITER GEHEN, HIER GIBT ES NICHTS ZU SEHEN.

Ich bin mir manchmal nichtmal sicher, ob die einfachen Möglichkeiten ins Internet zu publizieren nun Fluch oder Segen sind. Mit dem entsprechend wirksamen Filter fĂŒr Schrott und Schwurbel, einem gut funktionieren Entdecker-Algorithmus und einem gehörigen Schuss SerendipitĂ€t geht es eigentlich. Trotzdem sehne ich mich manchmal in die 2000er zurĂŒck, als die technischen HĂŒrden noch so hoch waren, dass sie einen natĂŒrlichen QualitĂ€tsanspruch gewĂ€hrleitet haben.

2 Methoden to rule them all

Ich halte auf zweierlie Weisen auseinander, was fĂŒr mich Blog ist und was Digitaler Garten:

  1. Ersteres veröffentliche ich auch in meinen Social Media KanÀlen, um Resonanz zu erzeugen und schneller Feedback zu bekommen. Letzteres steht hier zwar öffentlich zu lesen, köchelt aber erstmal nur auf kleiner Flamme vor sich hin, bis ich es soweit ausgebaut habe, dass ich es breiter veröffentliche
  2. Kuratieren und verlinken. Meine Digitalen Garten Gedanken verlinke ich untereinander sehr viel stĂ€rker, um daraus ein Netz von Gedanken zu spinnen. BlogbeitrĂ€ge beziehen sich eher auf Ă€ußere Impulse und AnlĂ€sse, bei denen ich lange nicht so hart ĂŒber interne Verlinkungen nachdenke.
    Irgendwann werde ich auch einzelne Seiten gezielt (fĂŒr mich) als Einstiegspunkte in diese Seite zusammen stellen (kuratieren).

Und ganz wichtig:

Es muss mir Spaß machen, hierdrin zu schreiben und zu arbeiten. Ich wĂŒnsche mir sehr, eine Veröffentlichungsfunktion aus Obsidian ins WordPress zu haben. Wird es bestimmt irgenwann auch mal geben. Im Moment ist da noch ganz viel Handarbeit zu tun, um aus dem einen Tool ins andere zu ĂŒbertragen.

Irgendwas is ja immer.

Aber wozu das Ganze?

🧠 ich will ein digitales Zweithirn.

Ein digitales Zweithirn auf das nicht nur ich sondern auch andere zugreifen können.

Und das braucht einerseits technische Strukturen um zu funktionieren, andererseits kreative Freiheiten ĂŒber Facebook, Twitter, Instagram, YouTube hinaus, um die eigenen Ideen und Gedanken so abbilden zu können, wie sie uns in den Sinn kommen.

FuT – Fokus und Tun 😀