Lieblingsautoren

Ich fange diese Liste erstmal an, damit ich sie vom Artikel zu Aphantasia aus verlinken kann. Work in Progress und st├Ąndig erweitert.

Fiction

Dan Brown

Arthur Conan Doyle

Andreas Eschbach

Mark Frost

Ernest Kline

Terry Goodkind

A J Jacobs

Richard David Precht

Joanne K Rowling

R A Salvatore

Neal Stephenson

Daniel Suarez

Kurt Vonnegut

Non-Fiction

Alain de Botton

Richard Dawkins

Jared Diamond

Cory Doctorow

Gunter Dueck

Tim Ferriss

Richard P Feynman

Seth Godin

Ryan Holiday

Austin Kleon

Michael Pollan

Derek Sivers

Robb Wolf

Aphantasie – Kannst Du dir einen roten Stern vorstellen?

Also ernsthaft jetzt. ­čÖé

Stell Dir mal einen roten Stern vor.

Wie sieht der dann aus?

So?

Oder eher so?

Vielleicht auch eher so?

Oder nur ein Umriss?

Selbst die Umrisse eher schwach?

Oder so: Nix.

Ich bin ganz klar Bild 1.

Das hei├čt nicht, dass ich keine Phantasie habe, wie der Name vielleicht vermuten lassen k├Ânnte. Nur eben keine Phantasie f├╝r Bilder.

Ich bin da eher der Textmensch. Bewegungen, Konzepte, Ger├╝che.
So wie wenn man als blinder oder tauber Mensch eben auch andere Sinne st├Ąrker ausbildet.

Aber keine Bilder.

Als ich den Test (├╝brigens dank Serendipit├Ąt) mit den Sternen entdeckt hatte und in meinem Umfeld vor einigen Monaten gemacht habe, fand ich die Reaktionen sehr spannend. Das ich keine Bilder vor dem inneren Auge sehe, war mir eigentlich schon immer klar. Habe das aber nie f├╝r bemerkenswert gehalten, weil ich dachte, das geht allen so.

Genauso wie allen anderen nicht verst├Ąndlich war, dass jemand eben KEINE Bilder vor dem inneren Auge erzeugen kann.

Das klingt f├╝r die meisten Menschen krass, aber wenn Du mir sagst: Stell Dir mal das Gesicht Deiner Tochter oder Deiner Freundin vor, dann geht das halt nicht. No big Deal.

Wie gesagt, denke ich nichtmal, dass mir etwas fehlt, sondern, dass ich eben die Welt anders wahrnehme und wiedergebe. Mehr in Konzepten, in Worten, Ger├Ąuschen.

Das kann ja durchaus ein Vorteil sein.

Manche Dinge funktionieren daf├╝r nicht. Romane mit ausschweifenden Beschreibungen zum Beispiel. Beim Anfang vom Herrn der Ringe im Auenland oder die meisten Stephen King B├╝cher langweilen mich zu Tode. Auf der anderen Seite wiederum habe ich viele meiner Lieblingsautoren in Buchempfehlungen f├╝r Aphantasten wieder gefunden, in denen eben mehr Konzepte, Wissen und Handlungen im Mittelpunkt stehen oder Dinge beschrieben werden, zu denen ich mir einfach die passenden Bilder angucken kann. Wie bei Dan Browns Stories zum Beispiel.

Oder die typischen Methoden von Ged├Ąchtnisk├╝nstler:innen wie Sherlock Holmes Mindpalace erschlie├čen sich mir ├╝berhaupt nicht.

Gef├╝hrte Meditationen und Gedankenreisen sind mir auch eher fremd.

Warum ich das erz├Ąhle?

Um es f├╝r mich selbst fetzuhalten und anderen die M├Âglichkeit zu geben, drauf zu sto├čen.

Und vor allem:
Anderen den Zugang f├╝r das Thema er├Âffnen, auch wenn sie NICHT selber betroffen sind.

Weil:
Es ist verdammt frustrierend, wenn Dir jemand sagt: „Stell Dir mal nen roten Stern vor!“ oder alltagstauglicher: „Stell Dir vor Du stehst am Meer…“ und Du kannst das gar nicht. Wei├čt das aber nicht.
Dann ist es doch hilfreich, wenn Dein gegen├╝ber zwar mit dem Kopf voller Bilder da steht und von sich aus fragen kann: „Sach mal, wenn ich dich bitte, Dir was vorzustellen – kannst Du das dann?“

Gerade in der Schule w├Ąre es hilfreich, wenn Lehrer:innen ├╝ber solche Dinge wie Afantasie bescheid w├╝ssten. Sodass sie nicht automatisch davon ausgehen, alle Sch├╝ler:innen k├Ânnen sich auf Knopfdruck was vorstellen.

Ach, Lehrer:innen und Schule ist glaube ich eines der n├Ąchsten Themen ­čśë

Wenn Du mir was zum Thema Aphantasie erz├Ąhlen magst, gerne an hallo@LXKHL.com

Photo by Robert Lukeman on Unsplash