Zeit f├╝r was Neues :-) 2 Kameras – 1 Meinungsverschiedenheit

Der Jens und ich probieren mal was neues:

Brieffreundschaft per YouTube.

In der ersten Folge aus gegebenem Anlass die Frage:
Jens, warum willst Du eigentlich nicht ├╝ber Politik sprechen?
(und machst es dann doch?)

Diskussionsbot f├╝r Impfluencer und andere Verschw├Ârungsthemen

Mit verbohrten Menschen zu sprechen ist vor allem eins:

Anstrengend.

Ganz besonders, wenn man das Gef├╝hl hat. dass das Gespr├Ąch zu nichts f├╝hrt.

Bewusst geworden ist mir das bei der Lekt├╝re des Artikels ÔÇ×Sklave des TeufelsÔÇť: Vom Versuch, mit Impfgegnern zu diskutieren in der SZ.

Was ich mir da w├╝nschen w├╝rde w├Ąre, den Spie├č der Trollmethoden von Rechtspopulisten umzudrehen und smart zur├╝ckzudiskutieren.

Es muss doch herausfindbar sein:

  • Welche Argumente Schwurbler:innen am schnellsten ins Zweifeln bringen
  • Welche Informationen am besten ├╝berzeugen
  • Welche Personen lassen sich wie zum Nachdenken bewegen?

Und damit man das nicht selbst zerm├╝rbend rausfinden muss:

K├Ânnten wir die Eingangsdiskussionen doch einfach mal an Bots ├╝bergeben.

Die in Facebook Messenger, Kommentaren, WhatsApp und so weiter die Diskussion erstmal f├╝rhren und direkt auswerten, was (bei wem) gut funktioniert.

Ab dem Moment, wo jemand zug├Ąnglich wird, kann Mensch ja wieder ├╝bernehmen.

F├Ąnd ich jetzt mal immens n├╝tzlich.

Und Zeit und Nerven sparend.

Gewohnheiten an Umgebung anpassen oder umgekehrt?

Wenn ich mich in ein neues Auto setze, versuche ich erst gar nicht, das Auto an meine Vorlieben oder Gewohnheiten anzupassen. Sondern ich warte einfach zwei Wochen, dann habe ich mich an die neue Umgebung angepasst.

Nun kann das damit zusammen h├Ąngen, dass ich als Autoblogger in hunderten von Autos sa├č.

Oder daran, dass ich recht opportunistisch bzw. flexibel bin.

In einem Gespr├Ąch kamen wir heute darauf, dass andere Ihr neues Auto mit Lenkradbez├╝gen, Schaltkn├╝ppeln und eingekletteten iPads erstmal an Ihre alten Gewohnheiten anpassen.

Richtig oder falsch gibt es da nat├╝rlich nicht. Und so gerne, wie ich an manchen Gewohnheiten festhalte, so erstrebenswert finde ich es, regelm├Ą├čig meine Routinen zu hinterfragen und neu aufzubauen.

Sammelst Du oder erschaffst Du?

Eigentlich mag ich den englischen Begriff Creator sehr viel lieber als Erschaffer:in. Schlimmer ist noch ÔÇ×Macher:inÔÇť. Aber erschaffen ist ein Kompromiss ­čÖé

Ich habe jahrzehnte meines Lebens damit verbracht, Inhalte zu sammeln, zu horten und ins Regal zu stellen. In Ordner sortiert, als Bookmark gespeichert oder in Pocket festgehalten.

Und ein St├╝ck weit ist das sammeln als Inspirationsquelle auch sinnvoll, wie bsw Naval Ravikant, Ryan Holiday, Nassim Taleb und Umberto Eco sagen.

Aber:
Es erschafft auch nur die Illusion von Wissen.
WIe oft ich schon nach Fragmenten von Gdanken gesucht und nicht wieder gefunden habe. Oder sich von 10 aus Google ge├Âffnete man Links hinterher die H├Ąlfte als meine eigenen, l├Ąngst vergessenen herausgestellt haben.

Und schlimmer noch:
Ich bei einigen Notizen nicht mehr wusste, ob ich den Gedanken selber hatte oder ob den jemand anders gedacht hat und ich einfach den Link nicht mehr wieder finde.

Der beste Ansatz, um etwas WIRKLICH zu verstehen ist:
Eigenen Content aus den Erkenntnissen zu machen und sie zu erkl├Ąren. 

In eigenen Worten.
Dann ver├Âffentlichen.
Und einen Feedback Loop erzeugen.

  1. Sammeln 
  2. Verkn├╝pfen
  3. Erzeugen

Erschaffen eben.

Siehe auch Richard Feynman Methode

Bild: Richard Feynman, 1984 Copyright Tamiko Thiel 1984 ÔÇó CC BY-SA 3.0

Mehr B├╝cher als man jemals lesen kann – aka Tsundoku oder Antilibrary

Lange steigt habe ich mich echt schlecht gef├╝hlt, dass ich VIEL zu gerne B├╝cher gekauft habe, von denen ich dachte, ich wei├č was drin steht sobald ich sie ins Regal gestellt habe ­čÖé

In Japan sagt man dazu auch Tsundoku

Sarah hat mich mit ihrem Tweet dran erinnert, dass ich dazu doch nen Artikel angefangen hatte.

Nassim Taleb sagt in The Black Swan:
Es bereichert unser Leben, wenn wir uns mit B├╝chern umgeben, die wir nie gelesen haben und in die wir nur ab und an mal reinschauen.

Je mehr Du weisst, desto gr├Â├čer und voller sind Deine Regale an ungelesenen B├╝chern. Die symbolisieren, wie viel Du noch WISSEN WILLST.

Das ganze ist auch eine gute Ma├čnahme gegen den Dunning-Kruger-Effekt.

Umberto Eco hat ausgerechnet:
Wir k├Ânnten 25.200 B├╝cher lesen, wenn wir jeden Tag eins komplett lesen – vom 10. bis zum 80. Lebensjahr. Seine Bibliothek umfasste ├╝ber 30.000 B├╝cher und war f├╝r ihn eher ein Symbol daf├╝r, was er alles nicht wusste und ein Inspirationswerkzeug.

Wichtig ist, sich nicht der Illusion hinzugeben, etwas zu wissen, nur weil man dazu ein Bich gelesen hat. Geschweige denn nur eines im Regal stehen.

Das ist aber eher ein Thema f├╝r einen Artikel zu Erschaffen statt sammeln ­čÖé

Au├čerdem hat man so genug B├╝cher in der Sammlung, um das Regal farblich zu sortieren ­čÖé

Lieblingsautoren

Ich fange diese Liste erstmal an, damit ich sie vom Artikel zu Aphantasia aus verlinken kann. Work in Progress und st├Ąndig erweitert.

Fiction

Dan Brown

Arthur Conan Doyle

Andreas Eschbach

Mark Frost

Ernest Kline

Terry Goodkind

A J Jacobs

Richard David Precht

Joanne K Rowling

R A Salvatore

Neal Stephenson

Daniel Suarez

Kurt Vonnegut

Non-Fiction

Alain de Botton

Richard Dawkins

Jared Diamond

Cory Doctorow

Gunter Dueck

Tim Ferriss

Richard P Feynman

Seth Godin

Ryan Holiday

Austin Kleon

Michael Pollan

Derek Sivers

Robb Wolf

Serendipit├Ąt – eine Architektur f├╝r Informationen

Was haben Amerika, Post-It Notes, Viagra, R├Ântgenstrahlung, Penicillin, der Klettverschluss und hoffentlich dieser Artikel gemeinsam?

Sie wurden gl├╝cklicherweise entdeckt, ohne dass jemand bewusst nach ihnen gesucht h├Ątte. (Gl├╝cklicherweise auch deshalb, weil Serendipit├Ąt einen Dopaminausstu├č ausl├Âst).

Nun ja. Und dieser Beitrag hier soll eine Einladung an m├Âglichst viele Menschen sein, die sich f├╝r eines meiner Themen hier genauso interessieren wie ich und Hallo@LXKHL.com sagen wollen.
Hey McFly – betrachte es als Serendipit├Ątskompensator ­čÖé

Das ist Serendipit├Ąt.

(Der Begriff wurde ├╝brigens abgeleitet von einer persischen Geschichte mit dem Titel "Die drei Prinzen aus Serendip", denen im Laufe der Geschichte mehrmals solche Momente des "etwas finden, nachdem man gar nicht suchte" passiert. Wobei Serendip wohl ein alter Name f├╝r Sri Lanka ist. 

Wenn ich heute bewusst Serendipity ausl├Âsen will, muss ich nur mit dem Vorsatz ein einziges Buch auszuleihen in die Bibliothek gehen und komme mit einigen Kilo wieder raus.

Ach oder noch ein viel besseres Beispiel:

Dieser Artikel hier. Ich wollte diesen Artikel schreiben. Und habe kurz nach Serendipit├Ąt gesucht.

Soll ich Euch mal zeigen, was mir in den 90 Minuten zwischen dem ersten Satz da oben und diesen Worten, die ich jetzt tippe, alles begegnet ist?

DAS ist Serendipity.

Gut, man kann es in vielen F├Ąllen auch Prokrastinieren oder Zeit verschwenden nennen. In diesem Fall habe ich mich gezielt drauf eingelassen und wollte sehen, wo mich der Flow hinf├╝hrt, nachdem der Timer abgelaufen ist.

Oder besser noch inzidentelles Lernen.

Ali Abdaal spricht auch gerne vom Reithoff-Prinzip. Findet am besten selber raus, was es damit auf sich hat ­čśÇ

Architektur f├╝r Serendipit├Ąt

In diesem Interview spricht Cass Sunstein dar├╝ber, wie eine Architecture for Serendipity mit einer gro├čen Universit├Ąt oder einer gro├čen Stadt vergleichbar ist. Dort treffen wir ohne es vorher zu planen auf die unterschiedlichsten Menschen, Weltanschauungen, Erkenntnisse, Perspektiven und so weiter.

├ähnlich wie auf einem gro├čen Marktplatz der Informationen.

Umso wichtiger, dass wir Fake News, „alternativen Fakten“ und Verschw├Ârungstheorien, von menschen, die einfach nur Recht haben wollen, vehement den Kampf ansagen.

Enzyklop├Ądie und das Hilfsbuch

In seinem Gedicht „Das Hilfsbuch“ hat Eugen Roth einen ├Ąhnlichen Verlauf von Serendipit├Ąt nachgezeichnet, wie ich ihn da oben beschreiben habe.

Das kann ich von daher besonders gut nachvollziehen, weil es mich an mein Projekt 365xBROCKHAUS erinnert hat, innerhalb von einem Jahr den 30 b├Ąndigen BROCKHAUS durchzulesen. 9 Monate hatte ich geschafft und bin bis Romeo und Julia gekommen. So viel alphabetisch geordnete Serendipit├Ąt in einem Dreiviertel Jahr ist mir seitdem nicht mehr passiert ­čÖé

Die praktische Formel f├╝r Serendipit├Ąt

S = (Neugier + Mission) x Netzwerk / Eigeninteresse

Verbindungen und AHA-Momente erzeugen, von denen Du vorher nicht wusstest, dass es sie ├╝berhaupt geben kann.

Das ist es, was man mit einem pers├Ânlichen, Digitalen Garten erreichen kann und warum ich das Tool Obsidian seit gut einem Jahr so liebe.

Das nenne ich auch gerne den AdmIa-Effekt.

Je besser das Netzwerk an Weak Ties (Granovetter), desto effektiver.

Set your mind on fire:

Obsidian – der Werkzeugschuppen f├╝r den Digitalen Garten

In meinem Evernote hatten sich innerhalb von 12 Jahren ├╝ber 10.000 Notizen angesammelt.

Leider unterst├╝tzt Evernote nicht sehr gut dabei, zum Creator zu werden, sondern hat (zumindest mich) nur zum Sammler gemacht.

Klar, die Zettelkasten-Methode war mir auch vorher schon ein Begriff, aber in Evernote konnte ich sie nie so produktiv umsetzen, wie in Obsidian.

[[Wiki-Links]], Bidirektionale Links und der Wissens-Graph machen die App einfach zum Werkzeug und Acker f├╝r den Digitalen Garten zugleich.

Das nur als kurze Einf├╝hrung, damit ich etwas zum Verkn├╝pfen habe ­čśë Dieser Beitrag muss noch viel weiter wachsen.

AdmIa-Effekt

Das ist, was ich gerne den „ACH DAS. macht ihr AUCH?!“-Effekt nenne.

Wenn Kunden pl├Âtzlich merken, dass ein Partner, Dienstleister oder Lieferant, sie ganz easy mit etwas unterst├╝tzen kann, von dem sie bisher nicht wussten, das es im Programm ist.

Einfach weil man in Blog, Newsletter, YouTube-Kanal, in einem Vortrag, Webinar, auf Facebook, Instagram oder in einem Forum beil├Ąufig dr├╝ber gesprochen hat.

Photo by Ray Hennessy on Unsplash

Digitale Disziplin auf dem Schreibtisch

Nachdem ich mein neues Notebook in Betrieb genommen habe und der Umzug vom alten mal wieder ein 3 Tage dauernden Schmerz im Hinterteil war, habe ich mir geschworen endlich disziplinierter Ordnung zu halten.

Screenshots zum Beispiel werden direkt nach dem machen verwendet.

Und danach gel├Âscht.

Halte ich mich nun in 2 Tagen schon zum dritten Mal dran.

,oO(man muss die Fortschritte feiern, wie sie gemacht werden…)Oo.