Gewohnheiten an Umgebung anpassen oder umgekehrt?

Wenn ich mich in ein neues Auto setze, versuche ich erst gar nicht, das Auto an meine Vorlieben oder Gewohnheiten anzupassen. Sondern ich warte einfach zwei Wochen, dann habe ich mich an die neue Umgebung angepasst.

Nun kann das damit zusammen hĂ€ngen, dass ich als Autoblogger in hunderten von Autos saß.

Oder daran, dass ich recht opportunistisch bzw. flexibel bin.

In einem GesprĂ€ch kamen wir heute darauf, dass andere Ihr neues Auto mit LenkradbezĂŒgen, SchaltknĂŒppeln und eingekletteten iPads erstmal an Ihre alten Gewohnheiten anpassen.

Richtig oder falsch gibt es da natĂŒrlich nicht. Und so gerne, wie ich an manchen Gewohnheiten festhalte, so erstrebenswert finde ich es, regelmĂ€ĂŸig meine Routinen zu hinterfragen und neu aufzubauen.

Digitales MuskelgedĂ€chtbis ĂŒberlisten

Experiment: Ich habe mal spaßeshalber die Ordner mit meinen meist verwendeten Apps im iPhone Dock vertauscht.

Statt links unten in der Mitte des Ordners ist Safari jetzt einen Ordner weiter rechts. Immer noch in der Mitte zwar, aber ich habe mich nach 48 Stunden immer noch nicht dran gewöhnt und klicke automatisch in den falschen Ordner.

Schon spannend, wie stark das MuskelgedÀchtnis unsere TagesablÀufe und Gewohnheiten steuert, ohne dass wir uns das bewusst machen.

Und das war nur eine minikleine VerÀnderung!

Obwohl ich es bewusst entschieden und gezielt umgesetzt habe, fÀllt mir die Umstellung schwer.

Viele Umstellungen der letzten 12 Monate fielen mir super leicht. Diese kleine Übung zeigt mir aber, wie schwierig viele VerĂ€nderungen wohl fĂŒr einen Großteil der Menschen sein mĂŒssen.

Und das nur mit ein bisschen MuskelgedĂ€chtnis 🙂