Theater ist kein digitales Medium

Gerade lĂ€uft das WeihnachtsstĂŒck Der RĂ€uber Hotzenplotz von Radio Bielefeld im Stream aus dem Bielefelder Theater.

Und was ich frĂŒher als Kind schon bei Ohnsorgtheater solchen TV-Theater Hybriden as Kind dachte, hat die Kulturwissenschaftlerin aD des Haushalts gerade formuliert:

Das Medium ist digital nur schwer zu ertragen:

Als Zuschauer:in auf dem heimischen Sofa statt im roten Samtsessel fĂŒhlt man sich dauerhaft angeschrien.

Das Kind möchte nach 3 Minuten dann doch lieber „Die neue Maus“ schauen.

„Da reden die Leute normal“

Und dabei war das Indenstreamkommen holprig genug: Bei Radio Bielefeld war die Webseite ĂŒberlastet. Netterweise hat Luca in den Facebook-Kommentaren den Link direkt zum Stream gepostet.

Wow: Zocker ersparen der Corona-Forschung 36(!) Jahre Arbeit

In unserer Jugend haben wir mit SETI@home noch nach Außerirdischen gesucht.

Aber dass hier Spieler im Minigame innerhalb des Spiels EVE Online Zellcluster voneinander abgrenzen ist bemerkenswert.

Passend zu dieser Wachablösung bricht das Radioteleskop vom SETI Cluster scheinbar langsam zusammen 🙁

Kulturflatrate

Von all den Streamingangeboten ist das hier das bemerkenswerteste, finde ich:

FĂŒr nichtmal den Preis einer CD und inflationsbereinigt vermutlich auch den einer Hörspielcassette kriegen wir heute hunderte Hörspiele ĂŒber YouTube Music uns Amazon Music unlimited.

Spotify ist lustigerweise an mir vorbei gegangen.

Was wir sonst schon an Kohle 💾 fĂŒr Hörspiele ausgegeben hĂ€tten. Und unsere Tochter fĂ€ngt ja gerade erst an!

Dabei frage ich mich auch, wie sich die On-Demand Unterhaltung und das intensive immer wiederholen können von Inhalten auf die Kids von heute in 15 Jahren auswirkt.